Mittwoch, 18. Oktober 2017

IT-Berufe

IT-Berufe

In der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT) gibt es seit dem 1. August 1997 neben den bisherigen industriellen Elektroberufen vier neue Ausbildungsberufe. Sie werden innerhalb des dualen Ausbildungssystems erlernt. Die neuen Ausbildungsprofile sollen den geänderten Anforderungen in den Produktions- und Dienstleistungsbetrieben des IT-Bereichs gerecht werden, der zunehmend durch kürzere Innovationszyklen und einen harten internationalen Wettbewerb gekennzeichnet ist.

Die Kunden verlangen von IT-Unternehmen heutzutage Komplettlösungen, die auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Damit gewinnen neben technischem Know-How Beratungs- und Serviceleistungen an Bedeutung.

Die Ausbildung ist in die Vermittlung von Kern- und Fachqualifikationen gegliedert. Eine Kernqualifikation, die elektrotechnische, dv-technische, betriebswirtschaftliche und projektorientierte Qualifikationen umfaßt, gehört in allen Ausbildungsberufen zur Grundausbildung. Sie wird insgesamt etwa 50% der Ausbildungsinhalte ausmachen und vor allem im ersten Ausbildungsjahr in den Berufsschulen erworben werden. Die Kernqualifikation wird ergänzt durch die jeweiligen berufsspezifischen Fachqualifikationen.

Die 4 "neuen" IT-Berufe

Die 4 "neuen" IT-Berufe

Drei der neuen IT-Berufe:

  • IT-System-Elektroniker/Elektronikerin,
  • IT-Fachinformatiker/-in,
  • IT-System-Kaufmann/-frau

werden als "Anbieter-Berufe" bezeichnet.

Einer der IT-Berufe:

  • Informatikkaufmann/Informatikkauffrau

wird als "Anwender-Beruf" bezeichnet.

Ausbildungsdauer

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre, die jedoch bei einem Notendurchschnitt von 2,49 und Zustimmung des ausbildenden Unternehmens um ein 1/2 Jahr verkürzt werden kann. Ebenfalls werden hierfür bereits absolvierte schulische Ausbildungen wie z.B. Realschulabschluß oder Abitur anerkannt.

Jedes Unternehmen wählt seine Auszubildenden nach eigenen Kriterien aus uns schließt mit ihnen Ausbildungsverträge ab. Es kommen auch kleine und mittlere sowie hochspezialisierte Betriebe in Frage. Kleinere Unternehmen können innerhalb von Verbundmodellen ausbilden. Berufsschulen sollen die betriebliche Ausbildung und die Allgemeinbildung der Schüler ergänzen.

Prüfung

Prüfung

In der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt eine maximal 3-stündige schriftliche Zwischenprüfung, deren Prüfungsaufgaben sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen.

Abschlußprüfungen werden von der Industrie- und Handelskammer abgenommen. In der Abschlußprüfung spielt die Projektarbeit, die Dokumentation und Präsentation eines betrieblichen Projekts eine wichtige Rolle. Der zweite Teil der Prüfung besteht aus einer schriftlichen Klausur, in der Aufgaben aus dem Bereich der Kern- und Fachqualifikationen sowie aus dem Bereich Wirtschafts- und Sozialkunde zu lösen sind.

Weitere Informationen

Weitere Informationen

"Auszubildende" erhalten nähere Informationen bei den einzelnen Arbeitsämtern.

"Betriebe" wenden sich an die zuständige IHK. Eine Standortübersicht der IHK’s in Deutschland findet man bei www.ihk.de

Eine ausführliche Beschreibung der Ausbildungsgänge und -Inhalte ist kostenlos beim Referat Öffentlichkeitsarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaft oder über das Internet www.bmwi.de abrufbar.

Informationen sind außerdem beim BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) erhältlich.